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Unbezahlbar: Mieten auf Münchens Flaniermeilen

In der Maximilianstraße sind die Ladenmieten im internationalen Vergleich gar nicht so teuer. Jedoch in der Fußgängerzone (Kaufingerstraße) sind die Ladenmieten und Grundstückspreise höher als irgendwo anders in der Republik. Foto: Grossmann
„Strauß Innovation“ aus Düsseldorf offeriert seit über 100 Jahren exklusive Mode, Delikatessen und modernes Interieur zu vernünftigen Preisen. Das Lifestyle-Unternehmen hat derzeit 95 Filialen in Deutschland. Darunter „emotionale Warenwelten“ in Augsburg und Rosenheim. In München allerdings hält man vergebens Ausschau nach dem Angebot von „Strauß Innovation“.
Was im ständig wechselnden Angebot („Jede Woche eine andere Welt“) übrig bleibt, gibt’s dann bei „Tchibo Prozente“ zu besonders günstigen Preisen. „Tchibo“ unterhält in 26 deutschen Städten solche Schnäppchen-Paradiese. Darunter auch in Ingolstadt. Bloß den Münchnern bleibt die Freude über diese Restposten-Prozente versagt.
Münchner Top-Adressen wie „Dallmayr“ oder Beck am Rathauseck und Kreative wie Dirndl-Königin Lola Paltinger können nicht verhindern: Der Glanz ist verblasst und München längst keine Shopping-City mehr. Es fehlen preiswerte Qualitäts-Läden und originelle Stores.
Ob OEZ, pep oder Riem – solche Einkaufs-Center findet man auch in Buxtehude und Castrop-Rauxel. Die „Wohlthat’sche Buchhandlung“ am Berliner Alexanderplatz bietet Bücher und CD’s schon für einen Euro. Der Media-Discounter gehört seit 2005 der Finanzholding DHH von „Weltbild“ (Augsburg) und Hugendubel (München). In der bayerischen Hauptstadt fehlt er allerdings. Auch die „Thalia“- Gruppe (fast 300 Buchhandlungen), 13-mal in Bayern vertreten, meidet München.
Text: mercator




















