Meldungen, Stadtgeflüster
„München – Die verbotene Stadt“
2010: Einfahrverbot für Umweltzonen
Wer blickt in der Isar-Metropole noch durch? München entwickelt sich zur Stadt der Umwelt-Ghettos. Arbeitnehmer, Gewerbetreibende und Gastronomen leiden gleichermaßen unter den umstrittenen Umweltzonen, die es seit Oktober 2008 gibt. Ab Oktober 2010 dürfen nun auch die Autos mit roter Plakette nicht mehr in die Innenstadt.
München steigt europaweit zur führenden Örtlichkeit verkehrsplanerischplanloser Absurditäten auf: Die Landeshauptstadt mit ihren Parklizenz-Gebieten und Feinstaub-Ghettos schafft nach übereinstimmender Ansicht von Experten dubiose Verkehrsverhältnisse und malträtiert die Menschen mit Schmarrn. Sie zeichnet sich durch „irrste Verkehrsfallen“ und wirre Schilder-Labyrinthe aus. Ob am Biederstein, in der Ungererstraße oder in der Schleißheimer Straße – Keine Freiheit auf Münchens Straßen. Stattdessen: Halt, Zonengrenze! Sie verlassen jetzt den freien Sektor.
München lockt Gäste in die City und kassiert sie ab: Denn Ortsunkundige und Nicht-Bayern werden an den Einfahrtstraßen nach München und am Autobahn-Ende nicht deutlich über das Verkehrsverbot zur angeblichen Verminderung schädlicher Luftverunreinigungen aufgeklärt und auf die Zonen-Grenzen hingewiesen. Wer am Wochenende nach München kommt, hat keine Chance, eine Umweltplakette (§ 3 Abs. 1 der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge) zu erwerben.
Text: sid




















