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Mit dem Rücken zur Wand

Kein Durchkommen: Tomas Andel (28) verzweifelt an der Friedrichshafener Blockwand. Fotos: Daniel Glasl
War’s das für die Hachinger Volleyballer? Auch die zweite Partie gegen den VFB Friedrichshafen ging für den Pokalsieger mit 1:3 verloren. Die Heimniederlage im Hexenkessel der Generali Sportarena schmerzt umso mehr, da man mit dem Titelverteidiger auf Augenhöhe war.
Sie haben gekämpft wie die Löwen, aber am Ende setzte sich doch wieder der VfB Friedrichshafen durch. Mit 3:1 (23:25; 25:21; 25:21; 25:20) konnte die Mannschaft von Stelian Moculescu die zweite Play-Off-Finalbegegnung mit dem Hachinger Team für sich entscheiden. Somit kommt der VfB Friedrichshafen zu einer äußerst angenehmen Ausgangsposition im nächsten Finalspiel am Samstag, dem 1. Mai. Nach dem Auswärtserfolg in der Generali Sportarna könnte dann nämlich vor heimischem Publikum der nächste Meistertitel eingefahren werden. Dabei begann das Match aus Hachinger Sicht überaus vielversprechend. Die Stimmung in der ausverkauften Halle war fantastisch und verschaffte den Gastgebern den nötigen Schwung.

Schmerzhafte Niederlage: Tomas Andel (l.) tröstet den am Boden zerstörten Youngster Denis Kaliberda (19).
Doch dann ging es sehr schnell, der VfB machte wichtige Punkte, glich aus und ging schließlich in Führung. „Da war heute mehr drin“, klagte Huib den Boer. Ähnlich fiel das Fazit des Hachinger Diagonalangreifers Marco Liefke aus: „Im zweiten Satz haben wir uns selbst aus dem Spiel gebracht, das lag ganz klar an uns.“ Generali Haching schaffte es nicht mehr, an die frühere Stärke anzuknüpfen und so erhielt Friedrichshafen die Chance zum Ausgleich, die sie auch gleich nutzten. Der nächste Satz war ebenso wie die vorherigen, äußerst spannend. Die Mannschaften lieferten sich lange und hart umkämpfte Ballwechsel. Haching ging abermals in Führung, musste diese jedoch, wie auch schon zuvor, schließlich wieder an Friedrichshafen abtreten. „Kompliment, der VfB hat sehr gut gespielt und eine hohe Konstanz gezeigt“, lobte Armin Dewes die Gäste vom Bodensee. Darin war er sich mit Trainer Mihai Paduretu einig: „Wir haben die Big Points nicht gemacht, das lag aber auch an der Klasse von Friedrichshafen“.

Volle Kraft voraus: Sebastian Schwarz (24) setzt sich durch.
Für das Spiel am Samstag waren sich alle einig. Man fährt hin, um zu gewinnen, es wird schließlich Zeit für den ersten Sieg in der ZF Arena Friedrichshafen. Dann könnten die enthusiastischen Hachinger Fans ihr Team am 5. Mai wieder daheim bejubeln. Ein mögliches Entscheidungsspiel würde am 9. Mai in Friedrichshafen stattfinden.
Text: Julia Prieler




















