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Nachrichten, Radio Gong 96,3

„Mein Job ist mein Hobby!“

Mike Thiel und Karsten Wellert

Ein unschlagbares Duo: Morning Man Mike Thiel (l.) und sein kongenialer Assistent Karsten „Kaka“ Wellert. Foto: Radio Gong 96,3

Programmplaner Karsten Wellert – der ewige Zweitligist: passionierter Frühaufsteher voller Witz und Elan – drei Wecker helfen ihm auf die Sprünge

Wie Radio Gong feierte auch Karsten Wellert ein großes Jubiläum. Der selbsternannte, ewige 96,3- Zweitligist arbeitet jetzt seit 10 Jahren beim erfolgreichen Münchner Radiosender. Unter dem Spitznamen Kaka sorgt er an der Seite von Mike Thiel täglich dafür, dass die Morning Show weiterhin Münchens „Lieblingswecker“ bleibt.

Die grauenhaft-witzige Shitparade, Partnertragen durch Möbel-Hindernisse, spektakuläre Hörerreisen in ferne Länder: Geht nicht gibt’s nicht bei Mike Thiels-Morning Show. Den Erfolg der Sendung erst möglich macht Thiel-Sidekick Karsten „Kaka“ Wellert. Der „Manuel Andrack“ von Radio Gong 96,3 glänzt seit fast zehn Jahren als Redaktionsleiter der Morning Show, die von Montag bis Freitag (4.53 bis 8.53 Uhr) die Münchner aus den Federn holt.

An das frühe Aufstehen musste sich der gelernte Informatiker aber erst gewöhnen: „Als ich hier anfing, habe ich mir sofort drei Wecker zugelegt, die im zehn Minuten-Takt klingeln. Ich hatte einfach Angst, dass ich verpenne. Aber ich habe mich jetzt daran gewöhnt. Man muss halt unter der Woche und auch am Wochenende diszipliniert und rechtzeitig im Bett sein.“ Ein Umstand, mit dem sich Wellert nicht unbedingt neue Freunde gemacht hat. „Die sind natürlich weniger geworden, seit ich bei Gong arbeite. Das ist ja auch klar, die rufen dich fünfmal an, ob es nicht doch im Sommer in den Biergarten geht. Beim sechsten Mal aber nicht mehr. Jetzt weiß ich aber auch, wer meine richtigen Freunde sind.“

Wer glaubt, dass der 32-jährige Radiofanatiker nach der Morning-Show gleich ins Bett geht, täuscht sich. „Die Sendung macht mir Riesenspaß, da kann ich mich richtig ausleben, aber meine eigentliche Arbeit geht um 9 Uhr los. Denn ich bin bei Gong ja auch der Programmkoordinator.“ Programm- und Aktionsplanung, Gewinnspiele entwikkeln, sich um den Verkauf kümmern und Themenschwerpunkte setzen. Das alles gehört zum Aufgabenfeld des gebürtigen Dachauers, der von sich selbst sagt, dass er den „Mike öfter sieht als seine Frau“. Bleibt da noch Zeit für Hobbys?

„Mein Job ist zugleich mein Hobby. Ich kann Job und Privates nicht trennen, mag auch die Kollegen gern. Ich lege aber auch wert darauf, dass meine Freunde nicht alle aus dem Business sind.“ Und wie lebt es sich eigentlich als „ewiger Zweitligist“ hinter Morning Man Mike? „Wir kommen nicht nur auf den Hörerreisen bestens miteinander aus. Das mit dem Zweitligist bezieht sich natürlich auf meine Liebe zu 1860 München, während der Mike ja Bayern-Fan ist. Unsere Ansichten gehen witzigerweise auch musikalisch weit auseinander.“

Bleibt nur noch zu klären, wo sein Spitzname „Kaka“ herkommt. Etwa vom brasilianischen Fußballstar? „Ich würde gerne sagen, er stammt von ihm. Tut er aber nicht. Mikes Tochter hat versucht meinen Namen zu sagen, und da kam leider nur „Kaka“ heraus. Und seitdem heiß ich so.“

Text: Florian Marconi