<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Extrablatt München – die frische Zeitung &#187; Reise</title>
	<atom:link href="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/kategorie/reise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.extrablatt-muenchen.de</link>
	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 16:49:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>G&#246;nnen Sie sich doch mal eine Auszeit</title>
		<link>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/gonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit/</link>
		<comments>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/gonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 08:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten links]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.extrablatt-muenchen.de/?p=3196</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Bad Birnbach – der malerische Kurort in Niederbayern. Nur knapp zwei Stunden Autofahrt von M&#252;nchen wartet eine vielf&#228;ltige Erlebniswelt.</strong>

Ein Besuch in Bad Birnbach ist ein Geschenk f&#252;r Gesundheit, Fitness, Sch&#246;nheit und dient dem allgemeinen Wohlbefinden im ganzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3197" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/bad-birnbach-01.jpg" alt="Bad Birnbach" title="Bad Birnbach" width="300" height="191" class="size-full wp-image-3197" /><p class="wp-caption-text">Bad Birnbach, Fotos: Kurverwaltung Bad Birnbach</p></div> <strong>Bad Birnbach – der malerische Kurort in Niederbayern. Nur knapp zwei Stunden Autofahrt von M&#252;nchen wartet eine vielf&#228;ltige Erlebniswelt.</strong></p>
<p>Ein Besuch in Bad Birnbach ist ein Geschenk f&#252;r Gesundheit, Fitness, Sch&#246;nheit und dient dem allgemeinen Wohlbefinden im ganzen. Der staatlich anerkannte Heilquellenkurbetrieb schreibt sich Terme ohne „h“. Eine Kur dort ist auch anerkannt bei vielen Krankenkassen f&#252;r eine Beihilfe.</p>
<p>Um die G&#228;ste k&#252;mmern sich die Chefs der verschiedenen Gasth&#246;fe und Hotels h&#246;chstpers&#246;nlich. An der Rezeption bekommt man modernes Kartenmaterial, so dass sich der Gast hier seinen pers&#246;nlichen Lauf- oder Wanderweg aussuchen kann.</p>
<p>Wer Lust auf Radfahren hat, kann sich eines im Hotel oder in einem Radverleih in der N&#228;he der Terme ausleihen. Nat&#252;rlich stehen auch die Spezialst&#246;cke f&#252;r Nordic Walking bereit.</p>
<p>Im Bella Vista Golfpark kann man in einem Schnupperkurs (Dauer 120 Minuten) testen, ob man Freude am Sport auf dem Gr&#252;n hat. Dieser Kurs kostet 69 Euro pro Person. Dabei erkl&#228;rt ein Lehrer ausf&#252;hrlich und verst&#228;ndlich, was beim Golfen wichtig ist und gibt bei den ersten Versuchen Driving Range Hilfestellung, um die Technik zu perfektionieren. Au&#223;erdem k&#246;nnen Aufbaukurse bis zur Platzreife gebucht werden. Auf dem Golfareal befindet sich ein 18- Loch Golfplatz , ein 9-Loch Kurzplatz und eine Driving Range. Wer erst einmal reinschnuppern will: Schl&#228;ger und Ausr&#252;stung k&#246;nnen gegen Geb&#252;hr ausgeliehen werden.</p>
<p>Die Konzerte finden meist im Artrium statt. Es treten internationale K&#252;nstler auf. Gespielt wird Jazz, Swing, Kabarett, aber auch klassische Konzerte und vieles mehr.</p>
<p>Niederbayern ist in Geschichte und Gegenwart ein lebendiger Beweis, wie wichtig das Zusammenspiel dieser Fakten ist. In kurzer Entfernung bieten die T&#252;rme von Pfarrer- und Klosterkirchen ideale Orientierungspunkte zwischen den Heilb&#228;dern. Evangelische und katholische Seelsorger sind f&#252;r die G&#228;ste da. Sie bieten gerne Gespr&#228;che an.</p>
<p><div id="attachment_3198" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/bad-birnbach-02.jpg" alt="Terme" title="Terme" width="300" height="174" class="size-full wp-image-3198" /><p class="wp-caption-text">Nachts leuchten die Becken der Terme in bunten Farben. Da macht den Badeg&#228;sten das Schwimmen und das im Wasser tummeln noch viel mehr Spa&#223;.</p></div> Auf dem Gro&#223;marktplatz im Ort werden reichlich Waren und Spezialit&#228;ten aus der Umgebung angeboten. Auch aus dem Nachbarland &#214;sterreich kommen die Leute gerne zum Einkaufen. Der Wochenmarkt findet immer am Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr statt. Ein weiterer sehenswerter Anziehungspunkt ist der gro&#223;e Br&#228;undlbrunnen.</p>
<p>Die K&#252;che des Rottal ist bekannt f&#252;r ihre teils deftigen Spezialit&#228;ten. Ein besonderes Schmankerl hier, der R&#252;blikuchen mit geraspelten M&#246;hren, Haseln&#252;ssen und Marzipan. &#220;berhaupt, die Rottaler K&#252;che ist altbayerisches Kulturgut. Gaumenfreude und Geselligkeit sind garantiert. Z.B. bei einem niederbayerischen Bauernger&#228;ucherten, einem Rottaler Leberk&#228;se, dazu ein Honigschnapserl oder ein orginal Birnbach’Brand. Besonders ein resches Bauernbrot aus dem Holzofen gibt es nur so gut in Bad Birnbach. Deftig und handfest ist die K&#252;che hier oder auch schon mediterran verfeinert. Auch gibt es einen bestens zubereiteten, knusprigen Schweinebraten in einer Bierso&#223;e mit Sauerkraut oder gar mit bayerisch Kraut. Des weiteren zu empfehlen ist ein Rottaler Tafelspitz in w&#252;rziger Meerrettichrahmso&#223;e, dazu Wirsing,. gebratene Apfelringe und Serviettenkn&#246;del. Oder haben Sie Appetit auf ein sch&#246;nes Kotelett vom bayerischen Sparnferkel mit Kartoffelschupfnudeln?</p>
<p>Klassisches Thermalbaden und Kurmedizin sind hier auf h&#246;chstem Niveau. Die Vorteile der Heilkraft des Wassers ist von modernen physiotherapeutischen Erkenntnissen gest&#252;tzt. Die Wassertemperaturen reichen drinnen und drau&#223;en von 26 bis 40 Grad. Herrlich zum Entspannen und Regenerieren! Es werden neben Massagen angeboten, wie zum Beispiel eine Hot Chocolate Massage f&#252;r 49,90 Euro oder eine Fu&#223;reflexzonenmassage f&#252;r 39,90 Euro. Als Pr&#228;vention und Therapie stehen z.B. ein Kohlens&#228;urebad f&#252;r 19,90 Euro oder eine Elektrotherapie f&#252;r 9,90 Euro zur Verf&#252;gung. F&#252;r Wellness und Sch&#246;nheit stehen zum Beispiel ein Rosenbl&#252;tenbad oder ein Champagnerbad f&#252;r 19,90 Euro zur Auswahl. Pauschalen, wie ein Schokotraumtag f&#252;r 39,90 Euro, welches aus einem sinnlichen und kalorienfreien Schokoladenbad auf einer Softpackliege und danach einer hei&#223;en Trinkschokolade besteht, oder ein Aloe-Vera-Genuss f&#252;r 94,90 Euro, der eine Gesichtsreinigung, eine Gesichtsmaske mit Aloe Vera, eine Tagespflege, ein Aloe-Vera-Bad und eine Ganzk&#246;rpermassage beinhaltet, sind ebenso ein Traum f&#252;r die Seele. Eine Therapiebad-Tageskarte gibt es f&#252;r 16,90 Euro.</p>
<p>Ein weiterer Bereich ist das „Vitarium“. Hier gibt es einen Garten der Sinne mit sprudelndem Wasser unter Apfelb&#228;umen, sowie ein Labyrinth aus Hecken, das optimale R&#252;ckzugsm&#246;glichkeiten bietet. Von einem Quellstein aus f&#252;hrt ein Bachlauf zu einem „Sandstrand“.</p>
<p><div id="attachment_3199" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/bad-birnbach-0.jpg" alt="Sprudelbad" title="Sprudelbad" width="300" height="166" class="size-full wp-image-3199" /><p class="wp-caption-text">Besonders erholsam ist das idyllisch angelegte Sprudelbad unter freiem Himmel.</p></div> Der dritte Bereich ist die Sauna-Erlebniswelt, die verschiedene Arten an Textil- und textilfreien Saunen bietet. In der „Textil-Regensauna“ braut sich zu bestimmten Zeiten ein echtes Sommergewitter zusammen. Ebenso gibt es ein mildes „Sanarium“ mit der rot leuchtenden und aus echten Salzsteinen gebauten Salzsteingrotte bis hin zur exklusiven „Kristallsauna“ mit jeweils verschiedenen Aufg&#252;ssen. Im textilfreien, aber blickgesch&#252;tzen Bereich ist ein „Paradiesgarten“ zu finden. In ihm gibt es eine Lehmsauna, Thermenruher&#228;ume, die von Mediation &#252;ber Silentium bis hin zu einem gem&#252;tlichen Kaminzimmer reichen. Auch ein Bistro am Thermensee fehlt nicht.</p>
<p>Ein etwas k&#252;hlerer Ruheraum ist das „Gradierwerk“, in dem salzhaltiges Wasser &#252;ber einen Birkenreisig tropft und wo nebenbei beruhigender Musik gelauscht werden kann. Auch eine Infrarot-Physiotherme-Spezialanwendung steht zur Verf&#252;gung. Birnbach bietet ein optimales Ambiente zur Erholung f&#252;r Personen aller Altersgruppen, bei jungen Leuten wird es als Geheimtipp gehandelt.</p>
<p>Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite: <a href="http://www.badbirnbach.de">www.badbirnbach.de</a></p>
<p><em>Text: Jennifer Potts</em>
<div class="social4i" style="height:29px;">
<div class="social4in" style="height:29px;float: left;">
<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/gonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit/" data-counturl="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/gonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit/" data-text="G&#246;nnen Sie sich doch mal eine Auszeit" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via=""></a></div>
<div class="socialicons s4fblike" style="float:left;margin-right: 10px;">
<div id="fb-root"></div>
<p><fb:like href="http%3A%2F%2Fwww.extrablatt-muenchen.de%2Findex.php%2Fgonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit%2F" send="true" layout="button_count" width="100" height="21" show_faces="false" font=""></fb:like></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/gonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit/" count="true"></g:plusone></div>
</div>
<div style="clear:both"></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/gonnen-sie-sich-doch-mal-eine-auszeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jesus kam bis Jordanien</title>
		<link>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/jesus-kam-bis-jordanien/</link>
		<comments>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/jesus-kam-bis-jordanien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 13:08:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten links]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.extrablatt-muenchen.de/?p=2585</guid>
		<description><![CDATA[<strong>An Weihnachten blickt alle Welt auf Israel und auf Bethlehem – aber die Story geht ja weiter</strong>

Ein Klick auf Google Earth, und schon zoomt uns auf dem Globus „Bethlehem“ entgegen – Bethlehem in Pennsylvania – „Christmas City USA“!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2586" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/galgenburg.jpg" alt="Galgenburg" title="Galgenburg" width="300" height="191" class="size-full wp-image-2586" /><p class="wp-caption-text">Wo Jesus und Johannes wandelten: die Galgenburg. Fotos: G. Merk</p></div> <strong>An Weihnachten blickt alle Welt auf Israel und auf Bethlehem – aber die Story geht ja weiter</strong></p>
<p>Ein Klick auf Google Earth, und schon zoomt uns auf dem Globus „Bethlehem“ entgegen – Bethlehem in Pennsylvania – „Christmas City USA“! Erst als wir das Suchwort „Israel“ erg&#228;nzen, schwenkt die Sicht ostw&#228;rts zum biblischen Geburtsort von Jesus Christus auf der israelisch besetzten Westbank, auf den zu Weihnachten die gesamte Christenheit blickt. In Bethlehem wurde er geboren, irgendwo im Jordan getauft. Aber da beginnt schon der Streit, denn – Jesus kam bis Jordanien.</p>
<p>Die Geschichte um den Welterneuerer beruft sich auf das geschriebene Wort, auf die Bibel. Aber die Heilige Schrift steckt voller Widerspr&#252;che. Vermutlich wurde Jesus schon vier Jahre „vor Christus“ im Sternzeichen des Steinbocks geboren. In Bethlehem oder Nazareth, so genau wei&#223; es keiner. Als sp&#228;ter Twen st&#246;&#223;t er zum Kreis Johannes des T&#228;ufers, l&#228;sst sich taufen. Und hier scheiden sich die Geister:</p>
<p>Die Israelis haben ihre Taufstelle am Westufer des Jordan. Ihr Zeuge ist der Apostel Matth&#228;us (Kapitel 3,Vers 13), der Jesus vom Westen her an den Fluss ziehen l&#228;sst. Doch da gibt es dieses byzantinische Mosaik jenseits des Wassers in Madaba. Dieses Puzzle aus zwei Millionen Steinchen zeigt eine Pilgerkarte Pal&#228;stinas – darin auch die Taufstelle. Sie liegt am Wadi Kharrar und somit in Jordanien. Demnach h&#228;tte der Apostel Johannes Recht, der (Kapitel 1, Vers 28) sich auf Bethanien beruft, „auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.“ Der Gl&#228;ubige hat die Wahl. Doch fest steht ohnehin: Jesus kam bis Jordanien!</p>
<p><div id="attachment_2587" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/artemis-tempel.jpg" alt="Artemis-Tempel" title="Artemis-Tempel" width="300" height="446" class="size-full wp-image-2587" /><p class="wp-caption-text">Gewaltige S&#228;ulen zeugen von der Pracht des antiken Gerasa – hier der Artemis-Tempel. Aber auch fast ein Dutzend byzantinischer Kirchen wurden ausgegraben.</p></div> Zum Beispiel mit dem Boot &#252;ber den See Genezareth. Denn so steht bei Markus (5,1 – 20) zu lesen: „Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gadarener.“ Das war beim antiken Gadara. Jesus heilte einen Besessenen, indem er die D&#228;monen in zweitausend S&#228;ue jagte. Die st&#252;rzten sich prompt ins Wasser und ersoffen – sehr zum Leidwesen ihrer Besitzer, die den Teufelsaustreiber beschworen, zu gehen.</p>
<p>Umm Qays, so der moderne Name, prunkt mit einem pr&#228;chtigen Decumanus, einem Hippodrom und einem Theater aus schwarzem Basalt. Von hier geht der Blick hinunter zum See Genezareth und &#252;ber den Yarmuk hinauf zum Golan und nach Syrien. Schwarze S&#228;ulen markieren das Achteck einer byzantinischen Kirche.</p>
<p>Gleich ein Dutzend byzantinischer Sakralbauten hat man s&#252;dlich im alten Gerasa ausgegraben. Jerash, so hei&#223;t die besterhaltene R&#246;merstadt der Welt heute, ist ein gigantischer Arch&#228;ologiepark mit Forum und Prachtstra&#223;en.</p>
<p>Jesus wurde – eine der wenigen gesicherten Fakten aus seinem Leben – zwischen 29 und 31 in Jerusalem gekreuzigt. Sein Guru aber fand in Jordanien den Tod, wenn auch nicht weniger grausam: Johannes wurde bei Muqawir auf der „Galgenburg“ des Herodes Antipas der Kopf abgeschlagen. Als blutiges Preisgeld f&#252;r einen Tanz seiner Stieftochter, der sch&#246;nen Salome. Geblieben ist au&#223;er der d&#252;steren Erinnerung ein kahler Tafelberg mit Mauerresten vor dem Blau des Toten Meeres. Vom windverblasenen Plateau aus sieht man nachts die fernen Lichter Jerusalems.</p>
<p><div id="attachment_2589" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/muslime.jpg" alt="B&#252;rger Jordaniens" title="B&#252;rger Jordaniens" width="300" height="232" class="size-full wp-image-2589" /><p class="wp-caption-text">95 Prozent der B&#252;rger Jordaniens sind heute Muslime, knapp f&#252;nf Prozent Christen – das war nicht immer so.</p></div> Wer durch Jordanien reist, staunt &#252;ber die vielen neuen Moscheen. Auch das letzte Nest am Stra&#223;enrand hat sein Bethaus. Die spitzen Minarette leuchten nachts in Neongr&#252;n. 95 Prozent der B&#252;rger des K&#246;nigreichs sind Muslime. Weniger als f&#252;nf Prozent leben als griechisch-orthodoxe Christen in der Gegend um die Mosaikenstadt Madaba.</p>
<p>Nach Juden wird man heute vergeblich suchen. Dabei haben sie in Vorzeiten gro&#223;e Spuren hinterlassen. Auf dem Gebiet des heutigen haschemitischen K&#246;nigreichs lebten Abraham, Hiob, Elias und andere biblische Gestalten. Hier war laut Altem Testament der Ort, an dem sich Gott zum ersten Mal den Menschen offenbarte.</p>
<p>Und dann Moses: Beim Exodus aus &#196;gypten durchquerte der Prophet mit seinen Israeliten fast ganz Jordanien. Von der Hafenstadt Akaba, wo heute Kreuzfahrtschiffe ankern, zog er nordw&#228;rts den Jordangraben hoch. Er passierte Petra, die Felsenstadt der Nabat&#228;er – jetzt das Konjuwel des Tourismus. Im Wadi Musa schlug er eine Quelle aus dem Fels. Und schlie&#223;lich blickte er vom Berg Nebo ins Gelobte Land, das er nicht mehr erreichen sollte. Er starb. Ergriffen steht man auf dem steilen Sporn: Die Aussicht auf das Jordantal, das Tote Meer und Jericho ist atemberaubend – wie es der Reisef&#252;hrer versprochen hat, Wort f&#252;r Wort.</p>
<p><em>Text: Gerhard Merk</em></p>
<div class="info">Jordanien-Reisen veranstaltet beispielsweise Palatina Kunst &#038; Kultur, Alte Landstra&#223;e 7, 67374 Hanhofen/Speyer, Tel. 06344-969110, <a href="http://www.palatina-reisen.de">www.palatina-reisen.de</a>. N&#228;chster Termin: 05.03 – 13.03.11. Oder Bayerisches Pilgerb&#252;ro, Dachauer Stra&#223;e 9, 80335 M&#252;nchen, Tel. 089 – 545811-0, <a href="http://www.pilgerreisen.de">www.pilgerreisen.de</a>. Reisef&#252;hrer Polyglott Jordanien, 9,95.</div>
<div class="social4i" style="height:29px;">
<div class="social4in" style="height:29px;float: left;">
<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/jesus-kam-bis-jordanien/" data-counturl="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/jesus-kam-bis-jordanien/" data-text="Jesus kam bis Jordanien" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via=""></a></div>
<div class="socialicons s4fblike" style="float:left;margin-right: 10px;">
<div id="fb-root"></div>
<p><fb:like href="http%3A%2F%2Fwww.extrablatt-muenchen.de%2Findex.php%2Fjesus-kam-bis-jordanien%2F" send="true" layout="button_count" width="100" height="21" show_faces="false" font=""></fb:like></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/jesus-kam-bis-jordanien/" count="true"></g:plusone></div>
</div>
<div style="clear:both"></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/jesus-kam-bis-jordanien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Friaul – die Einheit in der Vielfalt</title>
		<link>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/friaul-die-einheit-in-der-vielfalt/</link>
		<comments>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/friaul-die-einheit-in-der-vielfalt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 13:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten rechts]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.extrablatt-muenchen.de/?p=2284</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Ein Stiefkind der italienischen Geografie findet sich im neuen Herzen Europas wieder – und l&#228;dt zum Feiern</strong>

Kaum ist der Tomatensaft serviert, muss das Glas auch schon wieder abger&#228;umt werden. Gerade mal eine Stunde nach dem Start in M&#252;nchen senkt sich die Maschine im typischen Smaragdgr&#252;n von Air Dolomiti zum Landeanflug. Der schneewei&#223;e Kranz der Alpen bleibt zur&#252;ck, unten zeichnet sich ein Stern mit sechs Zacken ab – die Festungsstadt Palmanova. Dann schwenkt die Maschine in einem Bogen &#252;ber die Adria ein auf den Flughafen von Triest: Willkommen im sch&#246;nen Friaul Julisch Venetien!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2285" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/triest.jpg" alt="Triest" title="Triest" width="300" height="220" class="size-full wp-image-2285" /><p class="wp-caption-text">Rostige Ketten und eine imperiale Kulisse: Triest erinnert auf Schritt und Tritt an ebenso gloriose wie bewegte k.u.k-Zeiten. Die &#214;sterreichisch-Ungarische Monarchie bestand vom 8. Juni 1867 bis zum 31. Oktober 1918. Fotos: Leon Berger</p></div> <strong>Ein Stiefkind der italienischen Geografie findet sich im neuen Herzen Europas wieder – und l&#228;dt zum Feiern</strong></p>
<p>Kaum ist der Tomatensaft serviert, muss das Glas auch schon wieder abger&#228;umt werden. Gerade mal eine Stunde nach dem Start in M&#252;nchen senkt sich die Maschine im typischen Smaragdgr&#252;n von Air Dolomiti zum Landeanflug. Der schneewei&#223;e Kranz der Alpen bleibt zur&#252;ck, unten zeichnet sich ein Stern mit sechs Zacken ab – die Festungsstadt Palmanova. Dann schwenkt die Maschine in einem Bogen &#252;ber die Adria ein auf den Flughafen von Triest: Willkommen im sch&#246;nen Friaul Julisch Venetien!</p>
<p>Wo bitte? So fragten vor nicht so langer Zeit selbst die italienischen Landsleute. Die Provinz in der Nordostecke des Stiefels schien auch lange nach dem Krieg so abgeh&#228;ngt wie ihre Lage: W&#228;hrend sich Kalabrien als Fu&#223;spitze des Stiefels profilierte, die Marken als stramme Wade, mussten sich die Friauler nicht nur geografisch gesehen am – pardon! – Arsch Italiens f&#252;hlen. Vergessen in einem Schattenwinkel des Eisernen Vorhangs. Doch das ist l&#228;ngst Geschichte. Selbstbewusst pr&#228;sentiert sich Friaul Julisch Venetien nun als ein Herzst&#252;ck des neuen Europa.</p>
<p><div id="attachment_2286" class="wp-caption alignleft" style="width: 271px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/basilika.jpg" alt="Romanische Basilika von Aquileia" title="Romanische Basilika von Aquileia" width="261" height="203" class="size-full wp-image-2286" /><p class="wp-caption-text">Ein Kulturerbe der Welt: Die romanische Basilika von Aquileia ist ber&#252;hmt f&#252;r ihre Mosaikb&#246;den.</p></div> Die einst so hinderliche geografische Lage ist jetzt ein Trumpf. Mit &#214;ffnung der &#246;stlichen Grenze ist die schon seit 1963 autonome Provinz nicht nur vom westlichen Veneto her und aus dem n&#246;rdlichen &#214;sterreich erreichbar, sondern auch aus dem lange abgeschotteten Slowenien. In dem „kleinen Universum“, das schon der Romancier Ippolito Nievo r&#252;hmte, definiert sich erneut ein weltoffener Mix der Kulturen: Italienische, slawische und deutsch-&#246;sterreichische Elemente verschmelzen zum europaischen Ideal der „Einheit in Vielfalt“. Die mittelst&#228;ndische Industrie bl&#252;ht – vor allem aber der Tourismus.</p>
<p>Kennt man eine andere Provinz mit diesem Reichtum? Eine Stunde nur – und schon ist man von den Bergen am Meer. Von den blauen Str&#228;nden der Adria sieht man an klaren Tagen die majest&#228;tischen Gipfel der Karnischen Alpen. Hat man zu Mittag noch hoch droben in der deutschen Sprachinsel Sauris diesen leicht ger&#228;ucherten, mit Bergkr&#228;utern gew&#252;rzten Rohschinken genossen, sitzt man abends schon bei einem Teller Spaghetti alle vongole in der h&#252;bschen Altstadt am Hafen von Grado. Von den Almen mit ihren Cjarsons (das sind salzig-s&#252;&#223;e Ravioli) zum Wasser mit seiner Boreto graisano (einer Fischsuppe mit wei&#223;er Polenta) – ein einziger Genuss.</p>
<p>In der Hauptstadt Triest, in der &#246;stlichsten Ecke, darf man sich auf eingelegte Sarde in saor und – jawohl – „Strudel“ und „Guglhupf“ freuen, ein Erbe der &#246;sterreichischen Besatzer. Daran kn&#252;pft auch das gr&#228;ucherte „Kaiserfleisch“ in G&#246;rz an, das mit frisch geriebenem Meerrettich und Sauerkraut serviert wird. Im westlichen Pordenone w&#252;rzt man die Schafs- und Rindswurst mit wildem Fenchel und beizt sie in Rotwein.</p>
<p><div id="attachment_2287" class="wp-caption alignleft" style="width: 271px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/miramara.jpg" alt="Schloss Miramare" title="Schloss Miramare" width="261" height="203" class="size-full wp-image-2287" /><p class="wp-caption-text">Tudor-Zinnen &#252;ber der blauen Adria: Erzherzog Maximilian von &#214;sterreich lie&#223; Schloss Miramare bauen.</p></div> Ja und &#252;berhaupt der Wein! In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich vor allem der Wei&#223;wein der Region einen Spitzenplatz in Italien erobert. Neben den internationalen Rarit&#228;ten wie Chardonnay und Sauvignon Blanc konnten sich dabei auch eingeborene Sorten wie Ribolla Gialla hervorragend profilieren. Letztere gedeiht im voralpinen H&#252;gelland zu Slowenien bis hinunter in den istrischen Karst. Alle Kreszenzen zeichnen sich durch ihren vollen Bl&#252;tenduft und ein solides mineralisches Grundger&#252;st aus. Zum Dessert bietet sich ein goldgelber, s&#252;&#223;er Ramadolo aus Italiens kleinster DOCG-Zone an. Als alten Bekannten trifft man allenthalben auf den Pinot Grigio (bei uns schon lange bekannt als Rul&#228;nder, nach seinem F&#246;rderer Ruland). Dagegen wird man nach dem verlorenen EUProzess mit Ungarn den Tocai vergeblich suchen – aber als „Friulano“ in alter Form wiederfinden.</p>
<p>Die Grenze ist gefallen. Friulische Winzer ernten wieder auf ihren einst versperrten Weinbergen in Slowenien. Nur eine im Boden eingelassene Markierung erinnert in G&#246;rz daran, dass der Bahnhof einst dr&#252;ben in Jugoslawien lag. Dass hier in Jahrhunderten Kelten, R&#246;mer und Hunnen, Langobarden, Venezianer, T&#252;rken und schlie&#223;lich &#214;sterreicher hindurchgezogen sind, daran wird der Gast auf Schritt und Tritt erinnert. Nicht ohne Stolz werden in Triest Wiener Traditionen gepflegt, Pordenone zitiert in seinen Bauten das r&#246;mische und gotische Erbe und in Cividale werden die Langobarden beschworen.</p>
<p><div id="attachment_2291" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/schinke.jpg" alt="Beinschinken" title="Beinschinken" width="260" height="192" class="size-full wp-image-2291" /><p class="wp-caption-text">Was bei uns der Leberk&#228;s, ist in Triest der Beinschinken: Warm wird er vom Knochen geschnitten.</p></div> &#220;berall st&#246;&#223;t man an Toren und Portalen von Burgen und Pal&#228;sten auf den venezianischen Markus-L&#246;wen. Auch in Udine, wo man im Bischofspalast kostbare Erinnerungen an den Maler Tiepolo bewahrt, thront das Fl&#252;gelwesen auf einer S&#228;ule. Der Maler hat hier die fruchtbarste Periode seines Schaffens erlebt. Auch er schon ein erkl&#228;rter Europ&#228;er: Giovanni Battista Tiepolos Werke findet man nicht nur in Friaul, sondern auch beispielsweise als wahrhaft himmlisches Deckenfresko im Treppenhaus der W&#252;rzburger Residenz. Seine letzten Gem&#228;lde schuf er in Madrid. </p>
<p><em>Text: Leon Berger</em></p>
<div class="info">Informationen zu Friaul Julisch Venetien gibt es beim Friuli Venezia Giulia Tourist Board, Piazza Manin 10 – Loc. Passariano, 33033 Codroipo (Ud) Italia, Tel +39-0432-815108, Fax +39-0432-815199 oder <a href="http://www.turismofvg.it">www.turismofvg.it</a>.</div>
<div class="social4i" style="height:29px;">
<div class="social4in" style="height:29px;float: left;">
<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/friaul-die-einheit-in-der-vielfalt/" data-counturl="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/friaul-die-einheit-in-der-vielfalt/" data-text="Friaul – die Einheit in der Vielfalt" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via=""></a></div>
<div class="socialicons s4fblike" style="float:left;margin-right: 10px;">
<div id="fb-root"></div>
<p><fb:like href="http%3A%2F%2Fwww.extrablatt-muenchen.de%2Findex.php%2Ffriaul-die-einheit-in-der-vielfalt%2F" send="true" layout="button_count" width="100" height="21" show_faces="false" font=""></fb:like></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/friaul-die-einheit-in-der-vielfalt/" count="true"></g:plusone></div>
</div>
<div style="clear:both"></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/friaul-die-einheit-in-der-vielfalt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der lange Weg zum Heiligen Jakob</title>
		<link>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/der-lange-weg-zum-heiligen-jakob/</link>
		<comments>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/der-lange-weg-zum-heiligen-jakob/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 18:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten links]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.extrablatt-muenchen.de/?p=1896</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Im galizischen Santiago de Compostela wurde das Heilige Jahr 2010 er&#246;ffnet. Der gr&#246;&#223;te Wallfahrtsort Spaniens erwartet heuer einen neuen Pilgerrekord.</strong>

Dreimal musste der Erzbischof mit dem Hammer gegen das romanische Portal der Heiligen Pforte schlagen. Dann erst &#246;ffneten sich am vergangenen Silvester die bronzenen Fl&#252;gelt&#252;ren zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Prunkvoller Auftakt zum „Heiligen Jakobsjahr 2010“!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1897" class="wp-caption alignleft" style="width: 271px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/pilgern-01.jpg" alt="Ruinen und rostige D&#228;cher: In Foncebadón beginnt der Aufstieg zum O Cebreiro. Fotos: Gerhard Merk" title="Ruinen und rostige D&#228;cher in Foncebadón" width="261" height="193" class="size-full wp-image-1897" /><p class="wp-caption-text">Ruinen und rostige D&#228;cher: In Foncebadón beginnt der Aufstieg zum O Cebreiro. Fotos: Gerhard Merk</p></div> <strong>Im galizischen Santiago de Compostela wurde das Heilige Jahr 2010 er&#246;ffnet. Der gr&#246;&#223;te Wallfahrtsort Spaniens erwartet heuer einen neuen Pilgerrekord.</strong></p>
<p>Dreimal musste der Erzbischof mit dem Hammer gegen das romanische Portal der Heiligen Pforte schlagen. Dann erst &#246;ffneten sich am vergangenen Silvester die bronzenen Fl&#252;gelt&#252;ren zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Prunkvoller Auftakt zum „Heiligen Jakobsjahr 2010“!</p>
<p>Jetzt k&#246;nnen sie kommen, die Wallfahrer – zw&#246;lf Millionen waren es beim letzten Mal, f&#252;r heuer wird ein neuer Pilgerrekord erwartet.</p>
<p>Der Andrang ist begr&#252;ndet: F&#252;r ein Heiliges Jahr muss der Todestag des Heiligen Jokobus, der 25. Juli, auf einen Sonntag fallen. Das war zwar gerade vor sechs Jahren der Fall, wird aber den T&#252;cken des Kalenders zufolge erst wieder in elf Jahren sein. Und wer m&#246;chte schon bis 2021 warten?</p>
<p><div id="attachment_1898" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/pilgern-02.jpg" alt="Alte H&#252;te werden abgelegt: Baseballcaps in einer Kneipe kurz vor Santiago de Compostela." title="Baseballcaps in einer Kneipe kurz vor Santiago de Compostela" width="260" height="347" class="size-full wp-image-1898" /><p class="wp-caption-text">Alte H&#252;te werden abgelegt: Baseballcaps in einer Kneipe kurz vor Santiago de Compostela.</p></div> Das Millionenheer der Pilger reist auf jede erdenkliche Weise an. Mit dem Flugzeug, per Bus und Bahn, mit dem Schiff, einzeln, zu zweit und in Gruppen. Den wahren Wallfahrer aber adelt auch der k&#246;rperliche Einsatz. Die „Compostela“ gibt es nur f&#252;r Wanderer, die wenigstens die letzten 100 Kilometer zu Fu&#223; gewandert sind, oder f&#252;r Radler, die mindestens 200 Kilometer abgestrampelt haben.</p>
<p>Allerdings: F&#252;r den Plenarablass (siehe unten) ist die Urkunde ohne Bedeutung. Die Vergebung aller S&#252;nden winkt jedem Besucher, der sich als B&#252;&#223;er sieht und beweist. Die Wallfahrt selbst kann praktisch vor der Haust&#252;re beginnen. Ganz Europa durchzieht ein Netz von Pilgerwegen, ges&#228;umt von Jakobskirchen. Tausende von Menschen sind st&#228;ndig auf diesen Routen unterwegs, die am Fu&#223;e der Pyren&#228;en wie zu einem Nadel&#246;hr zusammenlaufen. Hier beginnt die klassische Tour, der Camino Francés, der Franzosenweg, hier steigt das Gros der Hardcore-Pilger ein. 800 Kilometer liegen vor den Wanderern, eine m&#252;hsame Kette von 31 Etappen – wenn’s gut geht! Und es geht gleich einmal steil bergauf &#8230;</p>
<p>St. Jean Pied de Port liegt gerade noch in Frankreich. Hoch oben am Rolandspass und vollends abends im Kloster Roncevalles ist man schon in Spanien. In welcher Verfassung, das hat Hape Kerkeling in seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg“ so beschrieben: „Meine unteren Gliedma&#223;en sprechen eine deutliche Sprache. Sie sind mittlerweile zu einem einzigen dumpfen Schmerz zusammengewachsen.“ Aber so wie er findet jeder schlie&#223;lich zu seinem Schritt. Und mit der zwingenden Frage „Warum tu ich mir das an?“ w&#228;chst das Erkennen.</p>
<p>Warum tut man sich das an? Im Mittelalter war das keine Frage. Nur auf ihren Gott gerichtet, der Welt entsagend, machten sich Tausende auf den Weg zum Heiligen Jakob. Heute mischt sich in das Heer der introvertierten Gottsucher zunehmend eine sportive Gesellschaft auf der Suche nach ihren Grenzen. Da sind die smarten Vertreter der Goretex-Generation mit Funktionsunterw&#228;sche und Teleskopstecken und dazwischen die Pulks der Biker mit flotten Helmen und fingerlosen Lederhandschuhen. Die langen Stunden des Wanderns bei Sonne, Wind und Regen zwingen jeden irgendwann zur inneren Einkehr.</p>
<p><div id="attachment_1903" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/pilgern-03.jpg" alt="Kathedrale von Santiago de Compostela" title="Kathedrale von Santiago de Compostela" width="259" height="211" class="size-full wp-image-1903" /><p class="wp-caption-text">Die gr&#246;&#223;te Kirche Spanies: Die Kathedrale von Santiago de Compostela von 1211 am Platz Obradoiro.</p></div> Der Camino hat seine Durststrecken, langweilig ist er nie. Die Schuhe holpern &#252;ber steile Viehpfade, queren bucklige R&#246;merbr&#252;cken. Unter den Sohlen knirschen im Herbst N&#252;sse und Esskastanien.</p>
<p>Mit dem Jahr wandelt sich die Landschaft vom Fr&#252;hlingsgr&#252;n &#252;ber den flachsfarbenen Sommer bis zum Braun der Herbstfelder. Selbst das Blau des Himmels ist nicht von Dauer. Schauer sind vorprogrammiert.</p>
<p>Auf der Kathedrale von Logrono nisten St&#246;rche. Weinst&#246;cke begleiten den Pfad in die autonome Provinz Rioja. In Burgos ist ein Gl&#228;schen Roter ein Muss. Hinter den endlosen Getreidefeldern der Meseta (hier mogeln Weicheier mit dem Bus) taucht endlich Burgos auf. Im Casa del Cordon empfingen die Katholischen K&#246;nige Ferdinand und Isabella Christoph Columbus.</p>
<p>Ein letzter kultureller H&#246;hepunkt vor dem Ziel ist Leon. Auf den Stra&#223;en und in den Bars der Altstadt pulsiert das Leben. In der gotischen Kathedrale zaubern gro&#223;e farbige Fenster ein mystisches Licht. Zwei Tage darauf taucht Astorga auf, die Schokoladenstadt. Jedes Café eine s&#252;&#223;e Versuchung.</p>
<p>Hinter dem windverblasenen Ruinendorf Foncebadon steigt der Weg zum Cruz des Ferro. Das Eisenkreuz steht auf einem Steinh&#252;gel, den jeder Pilger mit einem Mitbringsel aus seiner Heimat mehrt. Irgendwo muss der Lapislazuli von Hape Kerkeling liegen. Noch strammer ist der Aufstieg zum Pass O Cebreiro, nun schon in Galizien. Hinauf geht’s durch gelben Ginster, hinunter unter schattigen Kastanien. Getreidespeicher auf m&#228;usesicheren Stelzen s&#228;umen nun den Weg.</p>
<p>Und dann steht man pl&#246;tzlich auf dem Monte Gozo. Vom Berg der Freude schweift der Blick &#252;ber Santiago de Compostela, &#252;berragt von den T&#252;rmen der Kathedrale. Geschafft!</p>
<p>Die Souvenirhops m&#252;ssen warten, Restaurants mit Vitrinen voll frischen Seegetiers bleiben links liegen, schnurstracks geht es hinein in das gewaltige Gotteshaus. Geduldig schiebt sich die Schlange der Anbeter &#252;ber die enge Treppe im Altar empor zur goldenen B&#252;ste des Apostels. Arme schlingen sich von hinten um seinen Hals – wer z&#228;hlt mit, zum wie viel millionsten Mal?</p>
<p><em>Text: Gerhard Merk</em></p>
<p><strong>F&#252;r den Ablass z&#228;hlt einzig die Bu&#223;e</strong></p>
<p>Katholische Christen und Angeh&#246;rige der mit Rom vereinten Kirchen haben laut Wikipedia ein Mal pro Heiligem Jahr die M&#246;glichkeit, einen Plenarablass zeitlicher S&#252;ndenstrafen zu erwerben.</p>
<p>Dazu muss ein Pilger in bu&#223;fertiger Gesinnung bei einem Gottesdienst in der Kathedrale von Santiago das Vaterunser beten, das Glaubensbekenntnis ablegen und ein Gebet sprechen. Anschlie&#223;end gilt es, die Sakramente der Bu&#223;e und der Eucharistie zu empfangen. Die Beichte muss innerhalb von 15 Tagen vor oder nach dem Besuch der Kathedrale erfolgen. Dabei ist die Art der Anreise unwichtig. Die „Compostela“ erhalten allerdings nur nichtmotorisierte Pilger.</p>
<p><div id="attachment_1907" class="wp-caption alignleft" style="width: 258px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/pilgern-04.jpg" alt="Weihrauchkessel" title="Weihrauchkessel" width="248" height="202" class="size-full wp-image-1907" /><p class="wp-caption-text">Attraktion im Heiligen Jahr: T&#228;glich wird der Bottofumeiro, der riesige Weihrauchkessel, durch die Kirche geschwenkt.</p></div> <strong>Der Weihrauch kommt im Tiefflug</strong></p>
<p>In der ersten Reihe zieht man unwillk&#252;rlich den Kopf ein, wenn der „Botofumeiro“ angerauscht kommt. In weitem Schwung saust er durch das breite Querschiff der Kathedrale von Santiago de Compostela – ein gewaltiger Weihrauchkessel von eineinhalb Metern H&#246;he und mehr als einem Zentner Gewicht. Acht professionelle „Tiraboleiros“ ziehen f&#252;r dieses Spektakel das rauchende Unget&#252;m an einem 35 Meter langen Seil in die H&#246;he und bringen es geschickt in Schwung. Auf seiner Bahn zwischen der Puerta Azabacheira und der Puerta de las Platas erreicht das Gef&#228;&#223; eine Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern und ber&#252;hrt am tiefsten Punkt fast den Boden. Neben ihrer liturgischen Funktion diente die gro&#223;z&#252;gige Schwenkerei fr&#252;her auch einfach der Luftverbesserung: Bis 1786 a&#223;en und schliefen die Pilger nach ihrer langen Reise direkt in der Kirche.</p>
<p><strong>Reisen – allein und in der Gruppe</strong></p>
<p>Bei der Vorbereitung einer individuellen Pilgerreise sind zwei F&#252;hrer hilfreich: Der Wanderf&#252;hrer „Spanischer Jakobsweg“ von Cordula Rabe (Bergverlag Rother, M&#252;nchen) beschreibt die Route von den Pyren&#228;en bis Santiago de Compostela in 41 Etappen.</p>
<p>Mit 31 Etappen kommt der Pilgerreisef&#252;hrer „Jakobsweg“ von José Maria Anguita Jaén aus (Editorial Everest, Leon). Er beschreibt aber auch neben der Verl&#228;ngerung des Weges nach Finisterre den Aragonesischen Weg und die Via de la Plata von S&#252;den her sowie den Portugiesischen und den Englischen Weg.</p>
<p>Gruppenreisen veranstaltet das Bayerische Pilgerb&#252;ro <a href="http://www.pilgerreisen.de">www.pilgerreisen.de</a>, Dachauer Stra&#223;e 9 in M&#252;nchen. Neben Flugreisen mit Ausfl&#252;gen an den Atlantik gibt es ein spezielles Programm f&#252;r Trauernde, zum Beispiel Menschen die einen Angeh&#246;rigen verloren haben, sowie den kombinierten Besuch von Compostela (Spanien) und Fatima (Portugal).</p>
<p>Besonders beliebt sind die Pilger-Wanderreisen mit Bus und Fu&#223;m&#228;rschen von bis zu dreieinhalb Stunden.
<div class="social4i" style="height:29px;">
<div class="social4in" style="height:29px;float: left;">
<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/der-lange-weg-zum-heiligen-jakob/" data-counturl="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/der-lange-weg-zum-heiligen-jakob/" data-text="Der lange Weg zum Heiligen Jakob" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via=""></a></div>
<div class="socialicons s4fblike" style="float:left;margin-right: 10px;">
<div id="fb-root"></div>
<p><fb:like href="http%3A%2F%2Fwww.extrablatt-muenchen.de%2Findex.php%2Fder-lange-weg-zum-heiligen-jakob%2F" send="true" layout="button_count" width="100" height="21" show_faces="false" font=""></fb:like></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/der-lange-weg-zum-heiligen-jakob/" count="true"></g:plusone></div>
</div>
<div style="clear:both"></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/der-lange-weg-zum-heiligen-jakob/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>F&#252;r 29 Euro ab in den S&#252;den</title>
		<link>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/fuer-29-euro-ab-in-den-sueden/</link>
		<comments>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/fuer-29-euro-ab-in-den-sueden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 08:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten rechts]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.extrablatt-muenchen.de/?p=382</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Bari und Brindisi locken mit Billigfl&#252;gen ins Reich von Barbarossas Enkel</strong>

Im schaukelnden R 4 war das damals – junge Eltern und zwei quirlige Buben mit Zelt und Gummiboot auf Kurs in den S&#252;den. Die Ochsentour nach Griechenland: zwei Tage Anreise zur F&#228;hre nach Brindisi. Und dann dieses glei&#223;ende Licht Apuliens, die wei&#223;en St&#228;dte am Meer, Kathedralen und Kastelle. Eigentlich m&#252;sste man hier bleiben, aber das Ticket …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_383" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.extrablatt-muenchen.de/wp-content/themes/extrablatt/images/bari.jpg" alt="Das Castel del Monte ist 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. Dieser Palast Friedrich II. stellt ein wunderbares Beispiel der romanisch-apulischen Architektur dar, ein Beispiel einer echten mathematischen Studie. Foto: Enit" title="Castel del Monte" width="300" height="195" class="size-medium wp-image-383" /><p class="wp-caption-text">Das Castel del Monte ist 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. Dieser Palast Friedrich II. stellt ein wunderbares Beispiel der romanisch-apulischen Architektur dar, ein Beispiel einer echten mathematischen Studie. Foto: Enit</p></div><strong>Bari und Brindisi locken mit Billigfl&#252;gen ins Reich von Barbarossas Enkel</strong></p>
<p>Im schaukelnden R 4 war das damals – junge Eltern und zwei quirlige Buben mit Zelt und Gummiboot auf Kurs in den S&#252;den. Die Ochsentour nach Griechenland: zwei Tage Anreise zur F&#228;hre nach Brindisi. Und dann dieses glei&#223;ende Licht Apuliens, die wei&#223;en St&#228;dte am Meer, Kathedralen und Kastelle. Eigentlich m&#252;sste man hier bleiben, aber das Ticket …</p>
<p>Jetzt entf&#228;llt die m&#252;hsame Anreise. Endlich gibt es eine direkte Flugverbindung zwischen M&#252;nchen und Brindisi. Nicht einmal zwei Stunden dauert der Sprung vom nasskalten M&#252;nchner November in die trockene Frische des Mezzogiorno. Hier fr&#246;stelige acht Grad, dort anregende 17 bei heiterem Himmel. Und dann der Preis: Gerade mal 29 Euro kostet das billigste Einweg-Ticket bei TUIfly. Damit sind auch alle Steuern und Geb&#252;hren beglichen. Zwei Routen stehen zur Wahl. Zweimal pro Woche, donnerstags und sonntags, geht es von M&#252;nchen nach Bari, Apulien. Und dann gibt es seit November jeden Samstag die Verbindung von Memmingen nach Brindisi. Ab Sommer n&#228;chsten Jahres starten sogar zwei Fl&#252;ge, und zwar montags und donnerstags. Der neue Allg&#228;u Airport ist von M&#252;nchen &#252;ber die A 96 nach Lindau in einer Stunde und zwanzig Minuten zu erreichen. Eine Woche parken kostet kaum mehr als ein einziger Tag in einer Tiefgarage der Landeshauptstadt – 28 Euro.</p>
<p>Stiefels. Als Sporn ragt der Gargano keck in die Adria hinein. Ein Gebirge mit zwei Tausendern und ausgedehnten Nadelw&#228;ldern. Die Ferse bei Bari bis hinunter zum Absatz bei Brindisi und vor allem Lecce ist das ausgetrocknete Salento, das uns in Form des „Salice Salentino“, des Roten der Region, mit soviel salziger Frucht und W&#252;rze umso feuchter &#252;ber die Zunge geht. Die Landung im S&#252;den hat ganz neue Dimensionen. Die Gesellschaft Aeroporti di Puglia hat die Flugh&#228;fen der Region auf vierzig Jahre gepachtet und deshalb zielstrebig auf die kommenden Jahrzehnte ausgerichtet. Dabei hatten zwei K&#252;nstler ihren gro&#223;en Auftritt. Der Flughafen „Karol Wojtyla“ in Bari gl&#228;nzt mit einer Installation von Stephen Antonakos (82) mit dem Titel „Orizzonte“, und das Terminal in Brindsi wird von den „Light Waves“ von Carlo Bernardini (42) in ein irisierendes Licht getaucht. Anregungen f&#252;r ihre ehrgeizigen Auftr&#228;ge hatten sich die Planer am M&#252;nchner Flughafen geholt.</p>
<p>Der „Flughafen des Salento“ in Brindisi nimmt eine besondere Stellung ein: Wo sonst in der Welt liegt eine Luftpiste unmittelbar neben einem stark frequentierten Wasserhafen? Hier k&#246;nnen die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen ohne Umwege zu ihren Anschlussfl&#252;gen wechseln und umgekehrt. Wie schon zu den eingangs beschworenen R-4-Zeiten pendeln F&#228;hrschiffe regelm&#228;&#223;ig zwischen Brindisi und der nur 30 Kilometer entfernten Griecheninsel Korfu. Sie bedienen auch die Strecke zum griechischen Festland mit Igoumenitsa, Patras und bis nach Pir&#228;us. Die Inseln Kefalonia und Paxos stehen ebenfalls auf dem Fahrplan. Moderne Cafèbars und Shops mit Produkten des Landes gibt es in beiden Terminals. Um diese richtig zu genie&#223;en, muss man tiefer in das Land hinein. Trattorie und Ristorante &#252;berbieten sich mit Miesmuschelsalat, mit zartem Oktopus in Tomatenso&#223;e, Wirsing in Truthahnbr&#252;he und mit Wurst gef&#252;llter Schafsroulade. Als Beilage gibt es wilde Gem&#252;se aller Art, etwa Zichorien, Fenchel und G&#228;nsedisteln. Zum stark gebrannten Caffè werden Kaktusfr&#252;chte und Mandelgeb&#228;ck gereicht und hinterher einen zuckers&#252;&#223;er Lorbeerlik&#246;r. Wenn man mal von den Tomaten absieht, die ja erst mit Kolumbus aus der Neuen Welt ins Land kamen, hat sich der Charakter der regionalen K&#252;che seit Urzeiten wenig ver&#228;ndert. Ein geschm&#228;cklerischer Schub mag allerdings schon mit den Griechen ins Land gekommen sein, die um 700 vor Christus vor allem Tarent als Teil ihres Magna Graecia kolonisierten. Ihren Goldschmuck kann man im Museum der Stadt bewundern. Deutsche Touristen wandeln mit Vorliebe auf den Spuren eines Ahnen. Der r&#246;misch-deutsche Kaiser Friedrich II. (1194–1250), ein Enkel Barbarossas,hinter lie&#223; im Hinterland von Bari ein Bauwerk, das in einer Reihe mit Neuschwanstein, der Akropolis und der Golden Gate Br&#252;cke die Wandkalender in aller Welt ziert – das Stauferschloss Castel del Monte. Niemand, dem nicht schon bei Nennung dieses Namens jener edel geformte Klotz vor Augen erscheint, dessen acht Eckt&#252;rme ihn zu einer Krone der Festungsbaukunst machen. Landauf landab hat Friedrich, der hochgebildete Spross der schw&#228;bischen Staufer, seine Spuren hinterlassen. Vom Schloss von Lucera im Norden bis zu dem von Oria im S&#252;den zieht sich das ABC seiner Residenzen von Andria &#252;ber Bari bis Castel Fiorentino, wo er der Legende nach starb. Die Route durch die byzantisch-normannischstaufische Kultur kreuzt im Zickzack der L&#228;nge nach durch ganz Apulien. Byzantinisch, das ist zum Beispiel die Kirche S. Pietro von Bovino, normannisch die Kathedrale von Otranto mit ihrer 16-strahligen Fensterrose, und staufisch jene von Altamura. Der Barock dagegen bl&#252;ht haupts&#228;chlich im S&#252;den um Lecce auf der Salento-Halbinsel &#252;ppig aus rosafarbenem Gestein.</p>
<p><em>Text: Gerhard Merk</em></p>
<div class="info"><strong>Informationen:</strong> Italienische Zentrale f&#252;r Tourismus ENIT <a href="http://www.enit.de">www.enit.de</a>, Aeoroporti di Puglia <a href="http://www.aeroportidipuglia.it">www.aeroportidipuglia.it</a>, TUIfly <a href="http://www.tuifly.com">www.tuifly.com</a>.</div>
<div class="social4i" style="height:29px;">
<div class="social4in" style="height:29px;float: left;">
<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/fuer-29-euro-ab-in-den-sueden/" data-counturl="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/fuer-29-euro-ab-in-den-sueden/" data-text="F&#252;r 29 Euro ab in den S&#252;den" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via=""></a></div>
<div class="socialicons s4fblike" style="float:left;margin-right: 10px;">
<div id="fb-root"></div>
<p><fb:like href="http%3A%2F%2Fwww.extrablatt-muenchen.de%2Findex.php%2Ffuer-29-euro-ab-in-den-sueden%2F" send="true" layout="button_count" width="100" height="21" show_faces="false" font=""></fb:like></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/fuer-29-euro-ab-in-den-sueden/" count="true"></g:plusone></div>
</div>
<div style="clear:both"></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.extrablatt-muenchen.de/index.php/fuer-29-euro-ab-in-den-sueden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

