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Flossenparade am Chinaturm

Speisefisch im Chinaturm

Das Beste aus allen Gewässern kommt im Februar im Restaurant am Chinaturm auf den Tisch. Foto: Gerhard Merk

Den Schnee von den Schuhen klopfen – und dann aber nix wie rein in die gute Stube! Am Valentinstag und am Aschermittwoch locken Köstlichkeiten aus Fluss, See und Meer auf der Speisekarte

Rasch den Pelzkragen ausschütteln, den Schnee aus den Profilsohlen der Stiefel klopfen – und dann nix wie rein in die gute Stube! Nach dem Spaziergang durch den winterlich verzauberten Englischen Garten, durch Schleier weiß gepanzerter Zweige sind wir endlich am Ziel: Wärme schlägt uns entgegen aus den heimeligen Räumen des Restaurants am Chinesischen Turm – und ein verlockender Duft aus der Küche.

Beim Aperitif kommt gleich wieder Leben in die steif gefrorenen Gesichter. Die Speisekarte wird gereicht, klamme Finger tasten sich durch das Angebot. Fleisch oder lieber Fisch? Gleich das Hauptgericht oder erst eine Vorspeise? Über das Dessert können wir eh noch entscheiden. Ach ja, und der Wein?! Respekt, die Auswahl ist enorm …

Fisch oder Fleisch? Spätestens am Aschermittwoch, dem 17. Februar, ist der Gast am Chinaturm dieser Frage enthoben. Im Februar bestimmen kalender- und traditionsgemäß Fischspezialitäten aus Fluss, See und Meer das Angebot. Und zwar in allen denkbaren Variationen.

Wenn einem bei dieser Aufzählung nicht schon das Wasser im Mund zusammenläuft: Gebratenes Zanderfilet auf marinierten roten Rüben mit Meerrettich-Crème-frâiche und Feldsalat, Lachssuppe mit Miesmuscheln, Garnelen und Kartoffeln, Welsfilet gebraten auf gedünstetem Wirsing mit Speck-Kapernbutter und Petersilienkartoffeln, Seeteufel im mediterranen Gemüsemantel auf Artischocken-Tomaten-Risotto, Filet von der Dorade Royal auf feinen Gemüsegraupen mit Brunnenkresseschaum und Tomatenbutter, Forelle Müllerin mit Petersilienkartoffeln und bunten Blattsalaten, Petersfisch und Garnele mit Pfefferbutter gebraten und buntem Gemüsereis!

Die Freunde gepflegter Kochkunst können bereits am Valentinstag, dem 14. Februar, vorkosten. Am Besten gleich mit dem Vier-Gänge-Menü. Und zwar zum Auftakt der ganze Tisch zugleich:

Als „Animation aus der Küche“ lässt Küchenchef Alfred Rupp erst einmal für alle Gäste eine große Platte mit Leckereien auftragen – zum „Tête à Tête“, wie er meint. Alle greifen herzhaft zu. Nur wer die Vielfalt der Küche bereits einmal genossen hat, hält sich etwas zurück, denn jetzt geht’s erst los.

Gang Nummer eins ist eine zauberhaft garnierte Lachsrose mit Zitronen- Crème-fraîche und schwarzem Forellen-Kaviar. Ein Schluck Riesling oder Chablis, eine kleine Plauderei dazwischen, und weiter geht’s mit einer „Lotte macchiato“, also einer recht fischigen Latte gleichen Namens – wie der geweißte Kaffee originell im Glas serviert.

Dann ist das Ende der Flossenträger-Parade erreicht. Mit Gang Numero drei begibt sich das Menü auf sicheren Boden. Aufgetragen wird ein saftiges Medaillon vom Angus-Kalb. Die Zauberer in der Küche haben das zarte Stück Fleisch behutsam in einen Mantel aus Spinatblättern gehüllt und mit aromatischen Morcheln garniert. Dazu gibt es Tagliolini und Liebesperlen.

Spätestens jetzt wird sich der Gast rundum zufrieden zurücklehnen und erst einmal ein Päuschen machen. Es ist ja noch Wein in der Flasche. So eine Speisenfolge verlangt nach ein paar Minuten der Muße, ehe es endlich zum Dessert geht. Denn dieses entfaltet noch einmal ein ganzes Kaleidoskop der Genüsse. Variationen von Schokolade mit Sauerkirschen verwöhnen die Zunge. Den letzten Kick gibt ein Chili-Eis. Übrigens: Dieses Menü kann man auch mit drei Gängen ordern.

Text: Leon Berger

Restaurant am Chinesischen Turm, Englischer Garten 3, 80538 München, Telefon 089-383873-27, Fax 089-383873-73, oder E-Mail info@chinaturm.de, www.chinaturm.de.

Familienfeiern Tel. 089-383873-27 oder bankett@chinaturm.de.

Anfahrt U3/U6 Giselastraße, dann Bus 154/54 bis direkt zum Chinesischen Turm.