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EXTRABLATT Buchtipp: „Mafia“ von Petra Reski

Petra Reski: Mafia - Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern, 336 Seiten, Knaur Verlag, 9,95 Euro, ISBN 978-3-426-78162-3

Petra Reski: Mafia - Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern, 336 Seiten, Knaur Verlag, 9,95 Euro, ISBN 978-3-426-78162-3

Italien – das sind Pizza, Pasta, Vino – und die Mafia. Hollywood widmete sich in unzähligen Filmen den Machenschaften der „Paten“. Das Interesse am Thema ist groß: 50.000 Hardcover-Bücher wurden z.B. von Petra Reskis „Mafia – Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern“ bisher verkauft. Jetzt ist der Bestseller aus dem Jahr 2008 als Taschenbuch erschienen und wird sicher erneut viele Leser finden. Denn die Mafia ist alles andere als ein rein italienisches Phänomen und sorgt immer öfter für Schlagzeilen in Deutschland. Sie hat ihre Tentakeln längst bis zu uns ausgestreckt, was nicht zuletzt durch die grausamen Morde in Duisburg 2007 deutlich wurde.

Weltweit perfekt organisiert, ist die Mafia eine Gefahr für Staat und Gesellschaft, die von den deutschen Politikern allzu lange unterschätzt wurde. In ihrem Buch legt Petra Reski offen, wie diese ganz und gar nicht „ehrenwerte Gesellschaft“ funktioniert. Viel Insider-Wissen hat die Autorin auf 336 Seiten zusammengetragen, so dass sogar Star-Schriftstellerin Donna Leon, bekannt für ihre Krimis aus Bella Italia, zugibt: „Alles was ich über die Mafia weiß, verdanke ich Petra Reski“. Und die FAZ ist sicher: „Die Mafia sieht nach diesem Buch anders aus“. Fest steht: Dieses Buch wirbelt ziemlich viel Staub auf.

Petra Reski, im Ruhrgebiet geboren, lebt seit zwanzig Jahren in Italien. Sie kennt die Strukturen der kriminellen Organisation aus erster Hand: Petra Reski hat an geheimen Orten mit abtrünnigen Mafiosi gesprochen, hat Verstrickungen von Priestern aufgedeckt und war Gast auf der Hochzeit des wohl spektakulärsten Mafia-Verteidigers Siziliens. Sie weiß, wie Antimafia-Staatsanwälte und Ermittler ausgeschaltet werden sollen, und beobachtete involvierte Politiker aus nächster Nähe. Und sie beschreibt, wie die Verbrecherorganisation auch bei uns im großen Stil ihren schmutzigen Geschäften nachgeht.

Text: Gaby Hildenbrandt