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Extra: Schöne neue Tram-Welt

Schöne neue Welt. Noch schöner, der neue Umsteigebahnhof der Bus- und Straßenbahn an der Münchner Freiheit. Doch was so schön ist, muss nicht unbedingt praktisch sein. Obwohll er viel Platz wegnimmt, ist er wirklich so „clever” konzipiert, dass man am Endhaltepunkt der Buslinie 54 immer noch an der Leopoldstraße aussteigen muss (Behinderung des fließenden Verkehrs) und jetzt bitte genau zuhören: Zum Wenden fährt der Bus geradeaus weiter, fast einen Kilometer bis zur Potsdamerstraße, biegt dann rechts in die Germania-, wieder zur Ungererstraße und dann links wieder Richtung Münchner Freiheit zur Leopoldstraße ein. Das Einsteigen vis-à-vis des Endhaltepunkts behindert ebenfalls den fließenden Verkehr und gefährdet die Busfahrgäste. Durch die Potsdamerstraße /Ecke Leopold fährt auch der 144er Bus Richtung Giesing, aber man darf ja nicht glauben, dass der 54er dort hält und den Fahrgästen ein leichtes Umsteigen ermöglicht. Der 54er Bus fährt vorbei (der sogenannte Sekundentakt?) und beschert so den Fahrgästen ein beschwerliches Umsteigen mit Wartezeiten.

Ebenso eine Dauerkrankheit bei der MVG sind die nicht funktionierenden Rolltreppen an allen Punkten der Stadt. Oft schon erwähnt in den Münchner Publikationen, aber bislang ohne Wirkung. Der Hammer ist aber, dass an dem neu erbauten Umsteigebahnhof weder oben noch unten eine öffentliche Toilette eingeplant wurde.

Die grazilen Plastiksäulen der Dachkonstruktion zeigen jetzt schon am Fuß starke Verschmutzungen. Leicht hätte man das Säulenende aus einem widerstandsfähigen Stein machen können. So haben die Reinigungskräfte der Stadt eine weitere „würdevolle” Aufgabe. Weil zum Leeren der öffentlichen Abfallkörbe anscheinend fast nie Zeit ist, quellen diese über vor Abfall und Dreck.

Text: nuntius siderius