Oktoberfest, Titelstory
Das Wiesnzelt der Münchner

So ein laues Föhnlüfterl, wie man es auf dem Bild vermuten könnte, ist für viele ein besonderes Aufputschmittel. Da steigen die Säfte und Gelüste. Da läuft das Wasser einem im Mund zusammenwenn sie an so einem gschmackigen Ochsen vom Spieß in der Ochsenbraterei auf der Münchner Wiesn denken. Dazu eine frisch gezapfte Maß Spaten Oktoberfestbier, was braucht man mehr um glücklich zu sein.In der Ochsenbraterei gehts ein bisserl gemütlicher zu. und die Servierdamen sind besonders nett und freundlich. Fotos: Extrablatt
Wie die gebrannten Mandeln oder die Geisterbahn, die Ochsenbraterei ist eine ebenso traditionelle Institution. Kaum vorstellbar, die Wiesn ohne Ochsenbraterei, der Treffpunkt der Münchner aber auch die Wiesnfans aus aller Welt kommen gern hierher.
Gut umhegt und umsorgt wachsen die Ochsen im streng kontrollierten Gut Karlshof bei Ismaning auf. Auch der berühmte Kartoffelsalat wird nur aus ausgewählten Bio-Kartoffeln hergestellt. Die Erdäpfel werden vom Gut Zengermoos geliefert. Die Wirtsleute Anneliese und Hermann Haberl und ihre Tochter Antje Schneider gehen mit der Zeit und verwenden nur beste Ware. Anneliese und Hermann Haberl sind seit 1980 Wirtsleute der Ochsenbraterei. Beruflich hat sich bei dem Münchner Paar schon immer alles um die Gastronomie gedreht. So waren sie zum Beispiel für die Bewirtschaftung des Presse- und Ehrengastbereichs der Olympischen Spiele 1972 in München und 1976 in Innsbruck verantwortlich, auch in Montreal waren sie dabei.

Der gern angesteuerte Wiesntreff für Münchner und Gästevon nah und fern ist immer sehr gut besucht. Doch tagsüber und unter der Woche kann man schon noch einen Platz finden. Vor allem wenn der Petrus die Regenwolken verscheucht und der Biergarten am Zelt geöffnet ist. Gerne helfen freundlichen Bedienungen und Geschäftsführer bei der Platzsuche.
Antje Schneider hat ihre Ziele klar vor Augen: „Mein Ziel ist es, dass sich Münchner Familien einen Besuch in meinen Betrieben leisten und sich gleichzeitig auf einwandfreie Qualität und besten Service verlassen können.”
Die Ochsenbraterei ist dieses Jahr zum 128. Mal auf der Wiesn vertreten. Was einmal als „mechanische Ochsenbraterei” des Metzgers Johann Rössler begann, gehört heute zu den größten Zelten auf der Theresienwiese. Die Haberls möchten sich ganz herzlich bei ihren treuen Gästen bedanken und freuen sich besonders auf Ihren Besuch dieses Jahr. Die Spannung steigt schon, ob dieses Jahr wieder über 100 Ochsen vom Drehspieß zubereitet werden. Auf alle Fälle stimmt das Zitat von Christian Ude: Hermann Haberl ist der Einzige, der mit städtischen „Ochsen” gut umgehen kann, das kann man schmecken.
Text: merk




















