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Kultur

Cassandra, die deutsche Soulprinzessin

Cassandra Steen

Die schöne Cassandra Steen überzeugt mit ihrer einmaligen Soulstimme. Verzaubert Jung und Alt auf den Konzerten und durch ihre CD. Foto: südpolmusic

Die erste Soloplatte ist soeben erschienen. Das Mädchen vom Glashaus startete neu durch.

Cassandra Steen heizte kürzlich bei ihrem Konzert in der Münchner Freiheizhalle im Oktober die Szene richtig an.

Sie hat uns ein Glashaus gebaut und später eine ganze Stadt. Mit ihrem neuen Album „Mir So Nah“ zeigt Cassandra Steen nun offen wie nie, den Menschen der hinter Deutschlands größter Soulstimme steckt.

Unzähligen Bands und Projekten hat Cassandra Steen über die Jahre ihre einzigartige Stimme geliehen. Sie hat mit Bushido und Kool Savas gearbeitet, mit Yvonne Catterfeld und Ich+Ich, Gentleman, Xavier Naidoo und Ne-Yo.

Sie hat von Liebe gesungen, manchmal von Schmerz, vor allem aber von all den herrlich bunten Grautönen dazwischen, die unser Leben erst so besonders machen. „Ich suche nach dem Leben und nicht dem Sinn“, heißt es dabei auf „Ich flieg hinaus“, einem heimlichen Schlüsselstück der Platte. „Mir So Nah“ ist voll von diesen programmatischen Einzeilern, die viel mehr über die Cassandra des Jahres 2011 verraten.

Auch musikalisch rinnt frisches Blut durch Cassandra Steens Venen; der Herzschlag der vermeintlichen Balladen-Königin pumpt auf „Mir So Nah“ erstaunlich uptempo. Dieses neue Selbstbewusstsein hat freilich auch mit dem Erfolg der letzten 24 Monate zu tun. Dabei musste Cassandra Steen, als sie ihrer Karriere im Frühjahr 2009 abermals einen Neustart verordnete, noch mal ganz von vorne anfangen. Als sie mit „Darum leben wir“ die Bühne von Stefan Raabs Bundesvision Songcontest betrat, war sie in erster Linie das Mädel von Glashaus, das nun eben eine Soloplatte gemacht hatte. Jetzt gibt es das Debütalbum “Mir so nah” in allen guten Musikläden.

Text: Heinrich